Unterstützung bei Notlagen
Kooperation Teamwohnbalance – bbg BERLINER BAUGENOSSENSCHAFT eGSeit mehreren Jahren arbeitet Teamwohnbalance als Sozialarbeiter für die bbg BERLINER BAUGENOSSENSCHAFT eG. Ihr Job ist es, für unsere Mitglieder, die in soziale und/oder wirtschaftliche Notlagen geraten, schnelle und wirksame Sozialarbeit zu leisten. Soziale und wirtschaftliche Not haben in der Hauptstadt vielfältige Gesichter. Oft, aber längst nicht immer, geht es um Geld, das fehlt. Wirtschaftliche Not in Form von Mietschulden bleibt dennoch Problem Nummer 1.

Wenn es um die Wiederherstellung von Zahlungsfähigkeit geht, sind fast immer Behörden mit im Spiel und nicht selten besetzten deren Mitarbeiter die Rollen der Bösewichte. Auf fehlende Mitwirkung bei Berlins öffentlich Bediensteten stießen wir in den vergangenen Jahren in Ost und West häufiger als uns lieb war, sowohl in Steglitz – Zehlendorf, Neukölln oder Reinickendorf als auch in Treptow – Köpenick, Mitte oder Lichtenberg verweigerten Ämter zu Unrecht erstmalige oder schon länger zustehende Leistungen und disqualifizierten sich damit selbst. Zunehmend gilt, dass Berlins Sozialverwaltungen für ihre Bürger erst dann tätig werden, wenn sie es müssen. Die größte Aufmerksamkeit galt und gilt der Sicherstellung zustehender Zahlungen für Mitglieder, egal ob es sich dabei um Sozialhilfe, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Arbeitslosenhilfe oder neuerdings um das sogenannte Arbeitslosengeld II handelt. Die ersten Begegnungen mit Hartz IV zum Jahresanfang 2005 anlässlich der Umstellung auf den neuen „Sozialtarif“ waren verheerend. Unsere Mitglieder wurden unfreiwillig Zeugen eines beispiellosen Behördendurcheinanders, einzelne erlitten im Rahmen der „größten Sozialreform aller Zeiten“ handfeste finanzielle Nachteile, die heute noch nicht abschließend geheilt sind. Das bestehende Regelwerk in den Sozialgesetzbüchern II und XII ist weder für Mieter noch Vermieter ein wirklicher Fortschritt. So erscheint die Kostenübernahme für Unterkunft und Heizung bereits nach nur wenigen Wochen Laufzeit dringend überholungsbedürftig, auch ist die Herausrechnerei einzelner Kostenbestandteile aus den Wohnungsmieten nicht nachvollziehbar. Kein normaler Mensch versteht die Leistungsbescheide der JobCenter, bereits die Anragsformulare zeichneten sich durch eine beachtliche Ignoranz gegenüber der Lebenswirklichkeit von Leistungsberechtigten aus. Und ganz wie in alten Zeiten streiten die Bearbeiter aus den Sozialämtern, die jetzt in den JobCentern Dienst tun, mit den Bürgern über 5 m² zu viel Wohnfläche. Die Möglichkeiten zum Zuverdienst für ALG II Bezieher mit ansonsten kargem Regelsatz und ohne Kleidergeld, Weihnachtsbeihilfe sowie halbiertem Mehrbedarf für Kranke und Behinderte sind eine Farce. Das der Gesetzgeber neuerdings Mietschuldübernahmen für Arbeitslose, von denen wir in unserem Land mindestens 5,3 Millionen zählen, von einem vorhandenen Arbeitsplatz abhängig machen will, ist dreist, wenn nicht schon bösartig.
In der Praxis hat sich bestätigt, dass unsere Mitglieder, für die Teamwohnbalance im Laufe der Jahre tätig geworden sind verstanden haben, dass private Not spätestens dann nicht mehr Privatsache ist, wenn sie anfängt, sich negativ auf die Wohnung und das Zuhause in der Gemeinschaft auszuwirken. Uns ist deshalb auch kaum jemand in Erinnerung, der angebotene Hilfe und Unterstützung rundweg abgelehnt hätte. Trotz aller „Gebrechen“ war und sind unsere Mitglieder am eigenen Schicksal interessiert und wollen mitwirken. Das sind die guten Zeichen.
Ansonsten wird die Stadt älter und ihre Bewohner beginnen, dünnhäutig zu werden. Die Nachfrage nach Hilfen hat zugenommen, bei denen es um die Schlichtung von Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Lärmbelästigung, um Gesundheit und Pflegekassen, um Umzüge im Alter, um die angemessene Wohnung nach Trennung, Scheidung oder Tod oder um Therapievermittlung bei Suchterkrankung geht. Sollten Sie oder jemand, den Sie kennen also Hilfe benötigen, können sich gerne unter www.teamwohnbalance.de näher informieren.
